PRESSEMITTEILUNG-2

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ZWISCHEN ROKOKO UND JUGENDSTIL

NWZ | GÖPPINGEN
Autor: HANS STEINHERR | 18.02.2011

Süßen.  "BLÜTEZEIT" nennen Andrej Vaganov und Valentina Vaganova ihre Ausstellung im Rathaus Süßen. Ihre Arbeiten - von der Malerei bis hin zum Scherenschnitt - sind eine Hommage an Rokoko und Jugendstil.

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Als betrete man einen Garten. Wer derzeit das Rathaus in Süßen besucht, wird sogleich umgarnt von Blüten und Blumen. Zarte Schmetterlinge aus Papier flattern in Schaukästen umher, überall sprießt und gedeiht es. Gleich drei beeindruckend schöne Iris-Stauden entblättern ihre Pracht, im Treppenhaus ranken zwei übergroße, knapp neun Meter lange Scherenschnitte. Ein Blickfang, der vom Dach- hinunter bis ins Erdgeschoss wuchert. Goldfarben auf der einen, samtrot auf der anderen Seite. Valentina Vaganova und ihr Mann Andrej Vaganov - zwei russische Künstler aus Nowosibirsk, die seit bald fünf Jahren in Süßen zu Hause sind - haben das Innere des Rathauses in ein Stück vom Garten Eden verwandelt, in "Eine Hommage an die Schönheit der Natur". "Blütezeit" heißt Valentina Vaganovas Ausstellung, wobei sie durchaus auch Bezug nehme auf den Werdegang des menschlichen Lebens, erklärt die Malerin, Zeichnerin und Designerin. Die detailverliebten und realistischen Darstellungen in den Zeichnungen und Bildern, in den Scheren-, Linol- und Holzschnitten sind geradezu Blendwerk, das den Betrachter in Bann zieht. Die paradiesisch heilen Landschaften sind aus der Welt des Rokokos entlehnt, die Stilistik lässt eine Vorliebe für Jugendstil und Art Déco erkennen. Erst auf den zweiten Blick erkennt man den Greifvogel, der sich in Ornamenten verliert. In den Scherenschnitten und im Hintergrund der Bilder von Valentina Vaganova tauchen oft dieselben Motive und Muster auf. Vogel- und Flamingoblume und Efeu - stets verschlungen zum endlos dekorativen Netzwerk. Auch Andrej Vaganov greift gelegentlich in gezeichneten Scherenschnitten und eisernen Parktüren darauf zurück.

 Oben unterm Rathausdach betritt der Besucher "Sinnliche Gärten". Trifft auf Liebespaare im "Alten Park mit Teich" und drei Grazien in den "Sommerwonnen". In die Illusion hat sich ganz real die Gegenwart ins Bild gedrängt. "Die hat niemand eingeladen und sie ist nackt und bloß", erklärt Valentina Vaganova. Als kleines grünes Männchen, das sich hinter Buschwerk und Blättern versteckt.

Info Öffnungszeiten: Mo., Di., Do. 8-12 Uhr und 14-16 Uhr; Mi. 14-18 Uhr und Fr. 8-13 Uhr (bis 30. März)

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